Paarl, 35° im Schatten und das Ergebnis stimmt!

Eigentlich gab es an unserem Tagestrip nach Paarl nichts auszusetzen. Ein roadtrip mit einem alten Mercedes, Frühstück in den Winelands, one day cricket in einem kleinen gemütlichen Stadion und endlich gab es für die Black Caps auch mal wieder was zu bejubeln. Klingt nach Perfektion!? Glühender Perfektion! Denn Hitze und wenig Schatten ließen das Spiel zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden.

Aber na bitte, es geht doch! Zwar nicht ohne Drama, aber irgendwie fährt NZ im ersten Spiel der ‚one-day series‘ gegen Südafrika den ersten Sieg ein. Wie im letzten Artikel schon erwähnt, kam der Wechsel des Formats den Black Caps gerade recht. In der Eintages-Variante des Crickets fühlt sich NZ im Moment wesentlich wohler, denn je kürzer das Spiel wird, desto weniger können die Schwächen der Kiwis aufgedeckt werden. Auch ist das Test-Team der Proteas gefestigter, als es die one-day Mannschaft zur Zeit ist.

Dennoch sah es nach Dreivierteln das Spiels in Paarl mal wieder so aus, als würden die Kiwis einer peinlichen Niederlage entgegensteuern. Nach dem sie sich im ersten Innings nach einer starken ‚bowling performance‘ in eine gute Position gebracht hatten, schalteten sie mit dem Schläger bei der Jagd nach 209 Runs mal wieder den Selbstzerstörungsmodus ein. Auf dem Weg zu 105 Runs verlor man bereits sieben wickets, so dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit war bis Südafrika die Franklin - thanks to cricinfo!restlich drei wickets einsammeln und damit das Spiel gewinnen würde.
Doch James ‚Jimmy‘ Franklin sammelte für die Black Caps ganz kühl Run für Run. Auf einmal fehlten NZ nur noch 23 Punkte um das Ziel von 209 Runs zu erreichen. Problem war nur, dass nur noch ein wicket übrig geblieben war. Das Spiel bewegte sich also auf Messerschneide und Franklin gelang das Überraschende: Er führte die Kiwis zu einem unerwarteten Sieg.

Ausgerechnet der lethargische Franklin, der in meinen Augen sich seit Monaten den Platz in der Startformation eigentlich nicht verdient hat, gewinnt also für NZ mit seiner unterkühlten und in diesem Fall wohl coolen Art das Spiel. Naja, mir soll es egal sein… endlich ein Sieg und so kann ich die Tour durch Südafrika mit einem Erfolgserlebnis beenden. Zu den anderen beiden ODIs in Kimberly und Potchefstroom werde ich nämlich nicht mehr reisen, denn mein Weg führt mich weiter nach Australien.

Zu dem perfekten Ergebnis des Matches passte aber auch schon das Vorspiel. Meine Gastgeber bei meinem zweiten Besuch hier in Cape Town – Tim und Stine – hatten alles perfekt organisiert. Mit einem alten, goldenen Benz machten wir uns früh Morgens auf und cruisten Richtung Paarl, das im Weinland in der Umgebung von Cape Town liegt. Zum Frühstück stoppten wir auf dem Fairview-Weingut genossen Sonne, Käse und Lachs und tingelten dann weiter zum Boland-Park in Paarl um dort entspannt Cricket zu gucken.
Frühstück in den winelands  Frühstück auf dem Weingut Fairview

Entspannt traf es aber leider nicht ganz, denn, so gerne ich auch Cricket gucken, die Bedingungen in Paarl waren ziemlich extrem. Auf den ‚grassbanks‘ gab es so gut wie keinen Schatten und so brutzelten wir zur besten Mittagszeit in der prallen, südafrikanischen Sonne. Also gegrillt ist gar kein Ausdruck… das waren wohl mit die extremsten Bedingungen unter den ich bisher Cricket verfolgt habe.
Gluthitze im Boland Park  Bloß irgendiwe vor der Sonne schützen

Und hätte Franklin nicht kurz vor Schluss die gewinnbringenden Runs geschlagen, hätte ich das Stadion wohl erschöpft, verbrannt und fluchend verlassen. Doch ein Sieg heilt alle Wunden und nach dem Spiel ließ ich mich glücklich und selbstzufrieden auf die glühenden Ledersitze unseres goldenen Benz sinken….

Golden Benz

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