Es juckt nach Ski und Ball

So langsam beginnt die heiße Phase für die Sportstudenten in Hamburg. Die Gleichgewichtsübungen auf dem Turnkreisel werden intensiviert, damit später die Gleitphase auch schön lange gehalten werden kann, um dann kraftschonend durchs verschneite Sjusjøen zu schweben. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass es mich kalt lässt, dass ich dieses Jahr nicht dabei sein kann. Doch so ganz konnte ich meine Finger von Norwegen dann doch nicht lassen. Das Fußball-Freundschaftspiel zwischen Südafrika und Norwegen im WM-Stadion von Cape Town ließ ich mir nicht entgehen…

Das erste Mal seit 2010 trat Bafana Bafana – so wird die südafrikanische Nationalmannschaft hier genannt – mal wieder zu einem Länderspiel in Cape Town an. Dementsprechend groß war die Begeisterung und der Andrang auf die Karte – es erwartete mich ein ausverkauftes Stadion. Schon auf dem Weg zum Stadion entlang des sogenannten ‚Fanwalks‘ herrschte karnevalartige Stimmung und Artisten und Samba-Kombos heizten den Fans schon vor dem Spiel ein.

Das Match konnte dem farbenfrohen Vorgeplänkel dann aber doch nicht ganz gerecht werden. Die wichtige Standortbestimmung für die Südafrikaner die in zwei Wochen Gastgeber des Afrika-Cups – dem Kontinental-Cup Afrikas – sind, verlief eher unglücklich und Bafana Bafana dürfte nach diesem Auftritt nicht zum Favoritenkreis des Afrika Cups gehören.

Bafana Bafana  Luftkampf

Wie es sich für eine afrikanische Mannschaft gehört agierte der Torwart irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn und bei eigenen Angriffen rückte die ganze Mannschaft vor, so dass die beiden Innenverteidiger an der Mittellinie irgendwie auf gut Glück letzter Mann spielten. Taktikfuchs Peter Neururer hätte die Hände überm Kopf zusammen geschlagen. Doch irgendwie ist es ja genau das, was den afrikanischen Fußball auszeichnet und wieso es so Spaß macht den Afrika Cup zu gucken (Danke dafür, Eurosport!). Es wird einfach gespielt, komme was wolle! Den Willen konnte man den Südafrikanern auf jeden Fall nicht absprechen.

Die unterkühlten Norweger dagegen erzielten irgendwie aus einer Chance in der ersten Hälfte das 1:0 und schlossen danach hinten den Laden mit drei Vorhängeschlössern zu. Trotz zweier Hochkaräter für Bafana Bafana reichte es am Ende zu einem relativ souveränen 1:0-Sieg für Norge.

Der Mann aus Lesotho hatte alles im GriffErstaunlich war, dass die Partie mehr oder weniger souverän von einem Schiedsrichtergespann aus Lesotho geleitet wurde. Ich meine, keine Geringschätzung Lesothos, aber auf unserer Weihnachts-Wanderung machte ich mit Sarah einen Abstecher über den Sani-Pass nach Lesotho und dass dieser Bergstaat Fußball-Schiedsrichter produziert finde ich doch sehr erstaunlich. Hut ab!

Na ja, wie ihr merkt bin ich noch nicht vollends im Cricket-Sumpf versunken und bin immer noch auf der Jagd nach anderen sportlichen (Groß-)Ereignissen. Es war auch wirklich schön mal wieder ein Fußball-Match zu verfolgen, auch wenn das Spiel an sich manchmal wohl eher Zweitliganiveau hatte. Doch das Jucken in den Füßen konnte ich teilweise sehr deutlich spüren…

Ja, ich war da!

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