Keine Party in Colombo, aber…

„I know they’re partying from Jamaica down to Guyana. And we know how to party. I think they’ll need a lot of bartenders.“ West Indies Kapitän Darren Sammy wusste genau was nach dem unerwarteten, aber hoch verdienten Sieg im Finale des World T20 auf den karibischen Inseln los sein würde.

Kurze Zeit später demonstrierten das die Spieler auch selber auf dem Feld. Angeführt von Stimmungsmacher Gayle tanzten die WI auf ihrer Ehrenrunde durchs Premadasa Stadion. Man konnte allen Beteiligten ansehen, was dieser Sieg für die Windies bedeutete. Nach einem schwierigen Jahrzehnt mit vielen Problemen für Cricket in der Karibik, ist dieser Sieg für die Länder mit einer so lang gewachsenen Cricket Geschichte, wie eine Befreiung. 33 Jahre musste die Karibik auf einen großen Titel warten.

 

Für Sri Lanka dagegen ist es ein mehr als bittere Niederlage. Nach drei verlorenen Endspielen sollte es diesmal vor eigenem Publikum endlich klappen. Doch wiedermal gab es für die sonst estatisch feiernden Fans keinen Pokal zu bejubeln. Der Schock war natürlich groß und man konnte einige Tränen im Publikum sehen. Nachdem der Schock aber einigermaßen überwunden war, erkannten die sehr fairen Fans den Sieg der starken West Indies an und beklatschten die hier beliebten Sieger artig. Dennoch ist es eine weitere bittere Niederlage in der Geschichte des Cricket in Sri Lanka. Nach dem überraschenden Gewinn der Weltmeisterschaft 1996 wartet das Land weiter auf den nächsten Titel.

Es war ein komisches Final, das Sri Lanka über weite Strecken dominierte und kontrollierte. Nur Marlon Samuels konnten sie nicht kontrollieren. Samuels zeigte wohl eine der besten Vorstellungen seiner Karriere. Die Würfe der so überragenden Bowler Sri Lankas schickte er mit eleganten, aber doch brutalen Schlägen in alle Ecken des Stadions. In Anbetracht der Situation sicherlich eines der besten T20-Innings, die ich bisher gesehen hab.
Dennoch dachte man zur Halbzeit weiter Sri Lanka würde das Finale für sich entscheiden, aber eine Mischung aus Torschlusspanik und einer starken Vorstellung der WI im Feld, entschieden das Spiel am Ende.

 

Eine großartige Weltmeisterschaft mit spannenden Spiel und einem verdienten Sieger geht damit für mich zu Ende. Insgesamt besuchte ich elf verschiedene Spiel und sah neun unterschiedliche Teams. Mit McCullums‘ Century, einem Super Over, spannenden Halbfinalen und Finale und einer allgemein grandiosen Atmosphäre habe ich mehr gesehen, als ich mir jemals vorgestellt habe. Ein mehr als gelungener Start der Reise. Morgen fliege ich nun nach Bangkok um für einige Zeit ‚cricket-freien‘ Urlaub in Südostasien zu machen. Einige von euch werden jetzt wahrscheinlich aufatmen, da sie erstmal von meinem ‚Cricket-Gedöns‘ verschont bleiben. Obwohl, diese Leute klicken wahrscheinlich sowieso nicht mehr auf diesen blog… Wie auch immer, danke fürs Lesen und ich werde weiter berichten.

P.S.: Ein, zwei Anmerkungen noch.

1. Es soll natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass vor dem Herrenfinale die australischen Frauen in einem spannenden Spiel ihren Titel gegen England verteidigten. Ein verdienter Triumph der Aussies, die ohne Niederlage durch das Turnier marschierten.

2. Das Herrenfinale war das letzte internationale Spiel von Umpire Simon Taufel. Ohne Frage gehört Taufel zu den besten Umpires, die je das Spiel geleitet haben. In der ganzen ‚cricketing world‘ ist er eine mehr als hoch respektierte Person, weshalb ich ihn hier noch mal kurz erwähnen wollte. Für mich ein spezielles Ereignis sein letztes Spiel live gesehen zu haben.

3. Als Abschluss: Hier West Indies‘ überragende Cricket Anthem!

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