Semifinals – No Kiwis, No Cry

Liebend gern hätte ich natürlich meine Black Caps im Halbfinale gegen den großen Erzrivalen Australien gesehen. Eine knappe Niederlage gegen die West Indies im letzten Spiel der Vorrunde sicherte aber den Boys aus der Karibik den Einzug in die Vorschlussrunde. Die Show, die sie dann gegen Australien boten, entschädigte aber für vieles. Das war bestes Cricket und beste Unterhaltung.

‚It’s always good to see the Aussies get smashed!‘
Der australischen Bowler Xavier Doherty wusste auch nicht so recht wie ihm geschieht. Er bekam die Aufgabe die letzten sechs Bälle in Richtung der West Indies batsman zu werfen. Zu dem Zeitpunkt hatten die Windies bereits 180 Runs angehäuft, sechs Bälle später waren es 25 Runs mehr. Viermal schickten Chris Gayle und Keiron Pollard mit monströsen Schlägen den Ball über den Zaun und sammelten dadurch jeweils sechs Punkte ein. Neben mir schrie ein Engländer: ‚It’s always good to see the Aussies get smashed!‘. Sein Lachen erstreckte sich dabei von einem Ohr zum anderen. Und Doherty? Der trottete und mit ihm die restlichen Australier bedröppelt vom Platz, wohl wissend, dass sie ein Wunder bräuchten um eine Gesamtpunktzahl von 206 Runs zu erreichen, um das Spiel noch zu gewinnen.
Dem ganzen vorangegangen waren wieder einmal ein beeindruckende Vorstellung der batsman aus der Karibik. Der starke Gayle (75 Runs von 41 Bällen inkl. 5×4 und 6×6) und Dwayne Bravo (35 Runs von 31 Bällen 1×4 und 3×6) schlugen den Ball so klar, hart, sauber und weit, das es mehr als schön anzugucken war. Australien hatte nie eine Antwort parat und auch keine Chance als sie am Zug waren mit schlagen. Am Ende gab es eine richtige Klatsche mit 74 Runs Rückstand.

    

Tuk-Tuk-Korso durch Colombo
Im Finale am Sonntag treffen die West Indies auf den Gastgeber Sri Lanka. Diese hatten am Tag zuvor in einem sehr spannenden Spiel Pakistan nach Hause geschickt und so zum vierten Mal innerhalb der letzten sechs Weltmeisterschaften (Spielform übergreifend) einen Platz im Finale gebucht. Zur Hälfte des Spiels sah es noch so aus, als könnte Pakistan die Überraschung schaffen, doch aufgrund der starken sri-lankischen Bowler behielt der Gastgeber am Ende die Oberhand.
Das Stadion war natürlich mehr als ausverkauft und war in Pallekele noch Karneval, dann war das gestern im Premadasa Stadion in Colombo Karneval, Silvester und Ausnahmezustand zusammen. Die Begeisterung der Menschen hier kennt keine Grenzen.

  

Nach dem Spiel teilte ich mir mit einem Inder, der in meiner Unterkunft wohnt und auch Tickets für alle Spiele hat, und einem Einheimischen ein Tuk-Tuk nach Hause. Relativ schnell befanden wir uns aber unfreiwillig in einem Korso von Tuk-Tuks, aus denen Menschen hingen und laut schreiend Fahnen schwenkten. Das Korso bewegte sich nur sehr langsam durch wild auf der Straße gezündete Feuerwerkskörper vorwärts. Immerhin wird der Fahrpreis in Colombo nicht nach Zeit sondern nach Kilometern abgerechnet…

Auch wenn die Kiwis leider in keinem der Halbfinale vertreten waren, waren die Spiel für mich doch schön anzusehen, vor allem weil die Teams, die ich nicht so sehr bevorzuge nach Hause geschickt wurde und somit meine favorisierten Teams ins Finale einzogen.
Trotz der Vorstellung der West Indies heute ist für mich Sri Lanka aufgrund des Heimvorteils und der besseren Bowler der Favorit am Sonntag, aber bei den Windies weiß man nie. Ziehen die eine Vorstellung wie heute aus dem Hut, ist alles möglich. Ich bin mehr als gespannt!

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Ein Gedanke zu „Semifinals – No Kiwis, No Cry

  1. Susanne

    Du hast die Haare schoen! Hoffen dich morgen frueh zu sehen. Spiel hier um 9.00. Mal sehen, welche Insel dann Kopf steht. Gruesse von den Bajans!

    Antwort

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