Ein klimatisierter ‚Nailbiter‘ in Chennai

So kann es gerne weitergehen! Neuseeland (NZ) gewinnt das erste Cricketmatch meiner Tour gegen die hochfavorisierten Inder mit dem kleinstmöglichen Vorsprung nämlich genau einem Punkt (Punkte heißen im Cricket ‚run‘). Was für ein Thriller.

Wie es sich für ein gutes Cricket-Match gehört ebbte das Spiel die ganze Zeit hin und her. Erst hatte NZ nach Brendon McCullums Wirbelwind-Innings von 91 runs (11×4, 3×6) die Oberhand, aber India antwortete sehr stark. Virat Kohlis 70 Punkte und Rückkehrer Yuvraj Singh steuerten die ‚men in blue‘ – wie sie hier genannt werden – einem sicheren Sieg entgegen. Es wäre mal wieder so ein Cinderella-Geschichte des Sports gewesen, hätte Yuvraj Singh, der nach einem Jahr Pause aufgrund einer schweren Lungenkrebserkrankung sein Comeback feierte und daher von den Fans mehr als frenetisch bejubelt wurde, die Inder über die Linie gebracht.

Doch am Ende kamen die Underdogs aus NZ zurück ins Spiel. Die Kiwis besitzen zwar größtenteils nicht das Talent der anderen Teams, sind aber dafür bekannt immer bis zum bitteren Ende zu kämpfen. Und das zahlte sich heute aus. Nachdem James Franklin Yuvraj Singhs Stäbe (wicket) umgeworfen hatte, verloren die Inder den Faden und NZ rettete sich mit einem Punkt Vorsprung in Ziel. Wahnsinn!

Im M.A. Chidambaram Stadium verfolgte ich das Ganze in einer klimatisierten Box mehr oder weniger entspannt mit einer wilden Schar Inder. Leider waren die regulären Tickets schon alle ausverkauft, so dass ich mit den etwas teureren „VIP“-Plätzen hinter dicke Glasscheiben vorlieb nehmen musste. Die eher gut-situierten Inder um mich herum verfolgten das Spiel aber nicht weniger frenetisch, als die hauptsächlich jugendlichen Männer auf den „open-air“ Tribünen unter uns. Man hatte das Gefühl sie schrien noch lauter, damit die Spieler sie ja auch noch durch die Scheiben auf dem Feld hören konnten.
Als ‚english-man‘ – jeder Weiße ist in Indien ein ‚english-man‘ – war ich natürlich vor dem Spiel die Attraktion der Box und musste für mehrere Fotos per Handykamera parat stehen. Ich selber konnte leider keine Fotos machen, da normale Kameras im Stadion nicht erlaubt sind. Ich durfte meinen Apparat zwar mit reinnehmen, wurde das ganze Spiel über aber von einem Offiziellen beobachtet, damit ich ja nicht meine Kamera rausholen würde. Das versteh doch einer…..

Naja… ich hoffe weiter auf so spannende Spiele (am besten mit NZ als Gewinner) und auf ein paar Schnappschüsse aus dem nächsten Stadion.

Cheerio und bis dann!

 

 

 

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2 Gedanken zu „Ein klimatisierter ‚Nailbiter‘ in Chennai

  1. Susanne

    Hätte gern die Bilder aus der Box gesehen! Habe aber Sportbericht über das Spiel in einer Sportzeitung gelesen. Wieviele Zuschauer waren da?

    Antwort

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